Joseph Joachim, ca. 1850, Beethoven-Haus Bonn, B 1314

Event Details

Location / Ort:

Hochschule für Musik Karlsruhe

Am Schloss Gottesaue 7, 76131 Karlsruhe, Germany

Organisation

Katharina Uhde

 

Michael Uhde

 

Mirjam Boggasch

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Joseph Joachim: Identities / Identitäten. 

Date: 3 - 5 April 2020

Location: Musikhochschule Karlsruhe

Joseph Joachim (1831-1907) was arguably the greatest violinists of the 19th century. His performing career transformed the aesthetics and interpretation of German music. His musical path intersected with Mendelssohn (Leipzig), Clara and Robert Schumann, Liszt (Weimar) and Wagner, Brahms (Hanover), Bruch (Berlin), and many other important figures. Born in Hungary in a Jewish Kehilla, of Jewish descent, and raised speaking German, Joachim lived and worked in Germany from 1843 onwards. He took his most influential post at the Königlich Akademische Hochschule in Berlin in 1869. During the 19th century his birth country Hungary evolved from the kingdom of Hungary to a dual monarchy in 1867 known as the Austro-Hungarian Empire. At the same time Berlin as the capital of Prussia became a symbol of power in 1871, when German states (notably excluding Austria) united to form the German Empire under Prussian leadership. In an atmosphere of increasing antisemitism, Joseph Joachim remained loyal to fellow Jewish musicians but frequently encountered prejudice and hostility. How does Joachim's life as a musician and public figure intersect with his time, place, and culture? We would like to emphasize the aspect of identity at our conference, and at the same time relate it to Joachim's life as a violinist, composer, university director and professor, and to his cultural and social network.

Joseph Joachim (1831-1907) war einer der bedeutendsten Geiger des 19. Jahrhunderts, der mit den größten Musikern seiner Zeit vernetzt war (u.a. Mendelssohn, Clara und Robert Schumann, Liszt, Wagner, Brahms, und Bruch). Da Joachim in Ungarn geboren und von jüdischer Herkunft ist, jedoch den größten Teil seines Lebens in Deutschland lebte und wirkte, ergeben sich interessante Aspekte hinsichtlich seiner Identität.

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich sein Geburtsland Ungarn vom Königreich Ungarn zu einer Doppelmonarchie, Österreich-Ungarn (1867). Berlin wurde als Hauptstadt Preußens 1871 zum Symbol der Macht, als sich die deutschen Staaten (Österreich ausgenommen) unter preußischer Führung zum Deutschen Kaiserreich vereinigten. Joseph Joachim wurde 1869 als Hochschuldirektor und Professor an die Königlich Akademischen Hochschule Berlin gerufen und verkörperte durch seine Interpretation der Musik von Bach, Beethoven und Brahms die Deutsche Musiktradition. In einer Atmosphäre zunehmenden Antisemitismus blieb Joseph Joachim anderen jüdischen Musikern treu, wurde jedoch häufig mit Vorurteilen und Feindseligkeiten konfrontiert. Wie überschneidet sich das Leben und Wirken von Joachim als Musiker und Persönlichkeit des öffentlichen Lebens mit seiner Zeit, seinem Ort und seiner Kultur? Fragen zu Joseph Joachims Identität möchten wir gerne bei unserer Konferenz in den Vordergrund stellen, und gleichzeitig Beziehungen zu seinem Dasein als Geiger, Komponist, Hochschuldirektor, und zu seinem kulturellen und sozialen Netzwerk herstellen.

We are grateful to the Fritz Thyssen Foundation

for their generous support of this conference.

Wir danken der Fritz Thyssen Stiftung herzlichst für ihre Unterstützung dieser Konferenz. 

We thank the Hochschule für Musik Karlsruhe for hosting this conference.

Unser herzlicher Dank gilt der Hochschule für Musik Karlsruhe.

We thank the Brahmsgesellschaft Baden-Baden for allowing us to visit the Brahmshaus together (optional).

Wir danken der Brahmsgesellschaft Baden-Baden für die Möglichkeit eines Besuchs im Brahmshaus Baden-Baden.  

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